Präsident des Verwaltungsgerichts Karlsruhe in den Ruhestand verabschiedet
Datum: 25.09.2006
Kurzbeschreibung: Pressemitteilung vom 25.09.2006
Nach fast fünf Jahren an der Spitze des Verwaltungsgerichts Karlsruhe wird der Präsident des Gerichts, Herr Dr. Hansjochen Dürr, mit Ablauf dieses Monats in den Ruhestand verabschiedet.
Dr. Dürr kann auf eine 36jährige Laufbahn in beiden Instanzen der baden-württembergischen Verwaltungsgerichtsbarkeit zurückblicken. Er begann seine Berufstätigkeit in der Justiz am 1. September 1970 beim Verwaltungsgericht Freiburg. In den 80er Jahren lehrte er im Rahmen des damaligen Modells einer einstufigen Juristenausbildung vier Jahre als Dozent an der Universität Konstanz. Danach war er beim Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim tätig und anschließend 1992 an das Verkehrsministerium abgeordnet. Anfang 1993 wurde Dr. Dürr Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht Freiburg, bevor er am 26. Januar 1999 zum Vizepräsidenten dieses Gerichts aufstieg. Im November 2001 ernannte ihn der Justizminister zum Präsidenten des Verwaltungsgerichts Karlsruhe. Hier war er zugleich Vorsitzender der für den Landkreis Rastatt zuständigen 6. Kammer und machte sich als Fachmann für Planfeststellungen einen Namen. Erwähnt seien nur die Entscheidungen zum Bahnübergang in Malsch und die Umfahrung Hemsbach. Der dreifache Familienvater und fünffache Großvater war auch neben seiner richterlichen Tätigkeit in vielfältiger Weise aktiv. So engagierte er sich 23 Jahre lang in der Ausbildung von Rechtsreferendaren und war von 1994 bis 2002 Vorsitzender des Vereins der Verwaltungsrichterinnen und Verwaltungsrichter des Landes Baden-Württemberg. Der Fachwelt ist er insbesondere durch seine Veröffentlichungen auf dem Gebiet des Baurechts und des Straßenplanungsrechts bestens bekannt. Außerdem ist er seit 1997 Vorsitzender des Bezirksberufsgerichts für Zahnärzte in Freiburg.
In Zukunft will sich Dr. Dürr wieder verstärkt der juristischen Schriftstellerei widmen, die in den letzten Jahren berufsbedingt etwas in den Hintergrund treten musste. Ruhig wird es um Dr. Dürr daher auch in seinem Ruhestand wohl nicht werden.
Über seine Nachfolge ist noch nicht entschieden.

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